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InchDairnie

Die InchDairnie Distillery liegt bei Kinglassie am Rand von Glenrothes in Fife. Gründer Ian Palmer legte 2011 mit der Gesellschaft John Fergus & Co. den Grundstein für das Projekt. Die Bauarbeiten begannen im Juli 2014, im Dezember 2015 floss der erste Brand aus den Brennblasen. Am 17. Mai 2016 wurde die Brennerei offiziell vorgestellt.

InchDairnie setzt auf eine Hammermühle und einen Maischefilter, die auch die Verarbeitung unterschiedlicher Getreidesorten ermöglichen. Neben Single Malt aus Sommer- und Wintergerste entstehen hier Roggenwhisky und experimentelle Brände. Für den Roggenwhisky RyeLaw wird eine spezielle Lomond-Hill-Brennblase eingesetzt. Nach einer Erweiterung 2024 beträgt die angegebene Jahreskapazität rund vier Millionen Liter reinen Alkohol. Die erste eigene Abfüllung, RyeLaw, erschien 2023; im Mai 2025 folgten die ersten getorften Single Malts unter dem Namen KinGlassie.

Frühere Beiträge 

KinGlassie 2017 - 2025, 8 Jahre, Double Matured, Single Malt Whisky, 46,3%. Peated Single Malt. Ausbau. Refill American Oak & Amontillado Sherry

Nase: Subtile Raucharomen treffen auf eine leichte Würze und Sherrysüße. Ich finde Laubfeuer und leicht süßen Torfrauch, dazu gebrannte Mandeln, Pinienholz, Zypressen und etwas Tabak. Auch finde ich getrocknete Cranberries in dunkler Schokolade und ein Hauch von Lakritz.

Gaumen: Cremig und weich, gleichzeitig mit einem intensiven Geschmack von Torfrauch. Süßholz, Lakritz und gesalzenes Karamell, aber auch wieder getrocknete Cranberries und Brombeeren. Ich schmecke Orangenabrieb, geschwefelte Aprikosen sowie etwas frisch geriebenen Ingwer.

Abgang: Mittellang, die Süße ist weiterhin vorhanden, die Würze nimmt wieder etwas zu und wird etwas schärfer. Malzsirup, Salzlakritz, bunter Pfeffer, ein Hach von BBQ-Soße.

Fazit: Volltreffer. Ein stark getorfter Jungwhisky, der mehr kann, als einem nur das Torf in die Fresse zu knallen. Gefällt mir außerordentlich gut. 86/100 Punkte (2026)


Die schottische Brennerei InchDairnie bringt neben Single Malt auch einen überwiegend aus Roggen produzierten Grain Whisky auf den Markt. Der hier vorgestellte RyeLaw 2018 setzt such auf 47% Gerstenmalz und 53% Roggen zusammen.

RyeLaw 2018 - 2025, Fife Single Grain Whisky, 46,3%. Ausbau: Charred New Appalachian Oak

Nase: Klassisch sanfter und süßer Grain steigt aus dem Glas empor. Bananenmilch, Kokosnuss und ein Hauch leichter Zuckerwatte. Zudem gebräunte Marshmallows und eine ganz zarte Gewürzkomponente mit Muskat und Kampfer.

Gaumen: Cremig und weich, allerdings nicht so seidig wie andere junge Grains. Anfangs kommt auch hier die Süße zum Vorschein, etwas Kokoscreme mit Himbeeren, unreife Banane und Schlagsahne, dann wird der RyeLaw allerdings doch recht herb und würzig, ohne aber zu viel Bitterkeit zu zeigen. Karamell mit schwarzem Pfeffer, Ingwer und Kardamom.

Abgang: Mittellang und weich, ziemlich süß und gleichzeitig auch eine eingenehme Schärfe. Buttertoffee mit Pfeffer trifft es recht gut.

Fazit: Ein ziemlich runder Grain für Süßschnäbel mit angenehmen Gewürzen, an sich kein schlechter Whisky. Aber die Preisgestaltung ist mutig. 81/100 Punkte (2026)

 
 
 
 
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